Frühkindliche Bildung

Bei der frühkindlichen Bildung geht es um die Förderung der geistigen, kulturellen, moralischen und körperlichen Entwicklung von Kindern ab der Geburt bis ins Vorschulalter. Frühkindliche Bildung findet in unterschiedlichen institutionellen Formen statt, wie z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten, Vorschulen, etc. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Darum ist das Thema Medienkompetenz auch schon bei den ganz Kleinen von Bedeutung.

Filmprojekt mit den Vorschulkindern

Erfahrungsbericht zum Projekt „Medien-Kids 2“ aus dem Kinder- und Familienzentrum Amersfoorter Straße

Unser Kinder- und Familienzentrum Amersfoorter Straße besteht aus 2 Krippengruppen, 6 Elementargruppen sowie 2 Hortgruppen und befindet sich im Stadtteil Huchting – einem sozialen Brennpunkt.

Um das Projekt „Medien Kids“ im Kindergartenalltag einbringen zu können, beschlossen wir, es in unserem Schulprojekt zu integrieren. Somit hatte das Projekt einen festen Platz und wir konnten es mit 37 Kindern im Vorschulalter durchführen. Unser Ziel war es, dass die Kinder selber einen Film drehen, der den Inhalt des Schulprojektes wiedergibt. Der Film wird dann auf dem Abschlussfest im Sommer den Eltern und Familien präsentiert und soll als Informationsfilm für die zukünftigen Vorschulkinder dienen. Im Rahmen unseres Schulprojektes verließen wir ein Mal die Woche mit den Vorschulkindern – dem „Schultütenclub“- unsere Kita und machten uns auf den Weg zu unseren Horträumen, die sich auf dem in der Nähe gelegenen Grundschulgelände befinden. Für viele Kinder ist dies zum größten Teil auch der zukünftige Schulweg. Nach einer kurzen Regelabsprache (nicht toben, rennen…etc. mit dem Tablet in der Hand) und einer Mini-Einführung, überreichten wir den Kindern das Tablet. Wir vertrauten ihnen. Sie fotografierten auf dem Weg für sie wichtige Merkmale wie z.B. die Ampel, die Verkehrsschilder, Symbole auf dem Fußweg. Da die meisten Kinder bereits den Umgang mit Digitalkameras kannten, klappte es sehr gut. Natürlich war die Aufregung sehr groß und sie waren mächtig stolz das Tablet in der Hand zu halten, dennoch schafften sie es, sich selbstständig abzuwechseln.

Der nächste Schritt war die Einführung des Filmens. Wir Erzieher haben eine Bilderrätselrallye vorbereitet, die wir auf dem Schulhof durchführten. Dadurch haben die Kinder spielerisch den Schulhof kennengelernt und konnten sich gegenseitig beim Suchen filmen. Des Weiteren führten wir in kleinen Gruppen (2-4 Kinder) die App „Puppet Pals“ ein. Diese App ermöglicht es bereits jungen Kindern, Jugendlichen und Menschen mit wenig medialer Vorerfahrung einen Trickfilm mit eigenen Figuren zu animieren. Sehr schnell verstanden die Kinder diese App zu händeln und stellten eigenständig kleine Filme her. Die Begeisterung war groß, sie hatten eine Menge Spaß und konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Als nächstes möchten wir Aufnahmen mit der sogenannten „Greenscreen-Technik“ ausprobieren. Hierbei werden zuerst Filmaufnahmen vor einem grünen Hintergrund gemacht. Anschließend wird die grüne Farbe durch einen anderen Hintergrund ersetzt. Wir sehen dem Ganzen optimistisch entgegen.

Fazit 

Die Kinder sind sehr selbstständig mit dem Tablet und den zusammenhängenden Aufgaben umgegangen. Sie hatten viele tolle Ideen, die sie einbringen konnten. Die Kinder sind mit viel Engagement, Kreativität und Freude dabei. Jedes Kind, egal ob es etwas übermütig oder zurückhaltend ist, ist involviert und kommt zum Zuge. Wir können uns auch gut vorstellen, es mit jüngeren Kindern durchzuführen.

Durch die Fortbildung „Medien Kids“ haben wir sehr viele neue Anregungen für den Kita-Alltag (und auch für den privaten Alltag) gewonnen. Es hat uns sehr gut gefallen. Auch der Elternabend zum Thema „Medien“ war ein voller Erfolg. Er fand großen Anklang bei unseren Eltern, sodass wir einen zweiten Abend oder Nachmittag anstreben. Generell sollte die Arbeit mit Medien viel öfter genutzt und eingesetzt werden. Nach einer Einarbeitung in die Materie, ist es eine große Arbeitserleichterung – nicht nur für die Dokumentation.

Wir können es nur weiterempfehlen!

Autorinnen: Mareile Achiri Fomboh und Birke Heimsoth-Wendelken, KuFZ Amersfoorter Str.