Social Media

Facebook, Twitter, Wikipedia, YouTube etc. sind heute allgegenwärtig. Informationen werden über die sozialen Medien verbreitet und die digitalen Plattformen erleichtern die Kommunikation zwischen einzelnen und mehreren Personen. Selbst aktiv werden und Inhalte gestalten ist das Ziel sozialer Medien. Hierfür bedarf es allerdings bestimmter Kompetenzen. Mehr über das Thema erfahren Sie hier.

YouTube. Instagram. Bildung? – Fachtag über Bewegtbilder im LidiceHaus

Netflix, YouTube oder Twitch – Wo schauen sich Jugendliche heutzutage Videos und Clips an? Auf welche Weise kommunizieren, informieren und bilden sie sich auf diesen Plattformen? Und wie können und sollten bewegte Bilder die (politische) Medienbildung mitgestalten? Mit diesen Fragen setzten sich Jugendsozialarbeiter*innen am Fachtag „Bewegte Bild(n)er – Bewegte Bilder in Bezug auf Bildung“ in der Jugendbildungsstätte LidiceHaus auseinander.

Für anregenden Input sorgten verschiedene Vorträge rund um das Thema.

Prof. Dr. Judith Ackermann von der Fachhochschule Potsdam beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit (politischer) Jugendbildungsarbeit im Social Web. Sie legte dar, wie Jugendliche auf Plattformen wie Instagram und YouTube mit realen Menschen, wie Politiker*innen, aber auch mit imaginären und konstruierten Akteur*innen interagieren und von ihnen beeinflusst werden. Damit thematisierte sie die Herausforderungen und Ansprüche der (politischen) Bildungsarbeit mit Jugendlichen in der heutigen digitalisierten Welt.

An diese Punkte knüpfte auch Lars Gräßer vom Grimme Institut in seinem Beitrag an. Auch er thematisierte die Problematiken, die sich durch soziale Netzwerke und deren stetigen Wandel in Bezug auf (politische) Medienbildung ergeben. Zentral ist für ihn das Phänomen des „Dark Socials“. Dies beschreibt den Trend von Jugendlichen sich aus den öffentlichen digitalen Räumen, wie Instagram, in private digitale Räume, wie WhatsApp, zurück zu ziehen – und damit auch der Medienbildungsarbeit eine inhaltliche Grundlage zu entziehen und den Zugang zu erschweren.

Einen Insider-Einblick in das Thema Influencer und Content Creator bot Julian Banse, der viele Jahre in der Webvideobranche aktiv war. Er berichtete von seinen ganz persönlichen Erfahrungen aus der Social-Media-Welt und wie der Einfluss von Influencer*innen und Creator*innen aus seiner Perspektive zu bewerten sei.

Schließlich setzte sich Christian Noll von der Universität zu Köln mit dem Phänomen Netflix auseinander und stellte sich der Frage, inwiefern Plattformen und Formate wie diese sinnvoll für die filmbildende Arbeit mit Jugendlichen genutzt werden können.

Außerdem konnten sich die teilnehmenden Sozial- und Jugendarbeiter*innen in einem Workshop auf praktische Weise mit dem sozialen Netzwerk TikTok auseinandersetzen.

Auch wir von der (bre(ma waren vor Ort, um den Teilnehmer*innen einen Einblick in die Welt der Stories auf Instagram, Snapchat & Co. zu bieten. Im Rahmen eines Workshops klärte unser Medienkompetenz Team in einem Actionbound, einem digitalen Quiz mit Aufgaben und Videos, über Persönlichkeits- und Urheberrechte auf. Zudem gaben wir einen kleinen Exkurs in die Nutzung von Clips und Fotos in Instagram-, Snapchat- und WhatsApp-Stories. Schließlich durften die Teilnehmer*innen selbst kreativ werden und stellten eine „Netikette“, also eine Verhaltensregel für den guten Umgang im Netz, als Instagram-Story dar – ganz nach dem Motto: „Create, don’t hate!“

 

Veranstaltet wurde der Fachtag vom Service Bureau Jugendinformation zusammen mit der Bremischen Landesmedienanstalt.

Autorin: Luisa Runge