Schulische Bildung

Medienprojekttag der Oberschule an der Egge

Clips auf YouTube, Messages auf WhatsApp und Stories auf Instagram – für viele Schülerinnen und Schüler sind diese Dinge längst Teil ihres Alltages. Deswegen drehte sich am 7. November auch der Medienprojekttag der 7. Klassen an der Oberschule an der Egge um eben diese Themen. Als Bremische Landesmedienanstalt waren wir mit unserem Medienkompetenz-Team vor Ort. Im Rahmen verschiedener Workshops haben wir das Wissen der Schüler*innen in Bezug auf soziale Netzwerke getestet und ihnen einen Einblick in den richtigen Umgang mit Medien gegeben.

Neben der Aufklärung über jugendgefährdende Inhalte im Internet wurde außerdem die Videoplattform YouTube unter die Lupe genommen. Hierbei lag der Fokus darauf, die Schüler*innen über die kommerzielle Nutzung der Plattform durch „YouTuber“ oder „Influencer“ aufzuklären. Zu diesem Zweck durften die Kinder selbst YouTube Videos analysieren. So konnten sie durch eigenes Reflektieren herauszufinden, auf welche Weise und mit welchen Tricks Artikel in den Clips beworben werden.

Das Können der Kinder wurde zudem in einem Actionbound, ein digitales Quiz mit Aufgaben und Videos, über den richtigen Umgang mit Bildern und Kommentaren im Netz auf die Probe gestellt. Dabei lernten die Schüler*innen über ihr Recht am eigenen Bild und was es mit einem „Inkognito-Selfie“ auf sich hat: Ein Selfie, auf dem man von Freund*innen an einem spezifischen Detail erkannt wird, weil nur die Freund*innen dies der Person zuordnen können, aber auf dem das Gesicht nicht zu sehen ist. So lernten sie auch die Privatsphäre in „Stories“ auf Instagram, Snapchat und Co. zu wahren.

 

Schließlich wurden die Schüler*innen gefragt, was ihnen wichtig ist am gemeinsamen Umgang im Netz. „Schreibt lieber nichts, was ihr nicht auch lesen möchtet!“, so eine Workshop-Teilnehmerin. Gemeinsam erarbeiteten die Klassen eine sogenannte „Netikette“. Dabei handelt es sich um Verhaltensregeln im Internet. Besonders wichtige Regeln waren für die Kinder dabei das Beschützen und Unterstützen von Mobbing-Betroffenen, der gegenseitige Respekt sowie ein netter Umgang miteinander. Aber auch das Beachten von Urheberrechten und dem Datenschutz wurde nochmal spezifisch angesprochen und die Kinder darin bestärkt.

Die Schüler*innen durften ihrer Kreativität schließlich freien Lauf lassen und verwandelten die Netiketten in Instagram-Stories. Diese posteten sie in ihren eigenen Profilen, um auch ihren Followern mitzuteilen: Mehr Komplimente im Netz statt Beleidigungen und „Hate“!

Autorin: Luisa Runge