Trends/Phänomene

Was sind überhaupt OER?

Um genau dieser Frage auf den Grund zu gehen, trafen sich am 26. Juni 2019 15 Interessierte aus dem MEKO-Netzwerk in den Make Media Studios. Für alle, denen diese Frage schon lange unter den Nägeln brannte, lieferte Lea Telle, die Leiterin des Workshops, bereits zu Beginn eine erste Antwort: Hinter der Abkürzung OER (Open Educational Resources) verbergen sich, wie der Name schon sagt, freie Lehr- und Lernmaterialien. Das Spektrum reicht dabei von Lehrbüchern und Lehrveranstaltungskonzepten bis hin zu Audio-, Video- und Animationsformaten. Besonders ist, dass jedermann diese legal und kostenfrei vervielfältigen, verwenden, verändern und verbreiten kann (vollständige Definition unter: Quelle: https://open-educational-resources.de/unesco-definition-zu-oer-deutsch/.). Ziel von OER ist es, der gesamten Bevölkerung qualitativ hochwertige Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Einkommen und Bildungsstand. Die Qualitätssicherung der Materialien muss dabei von jedem individuell mitgedacht werden.

Lea Telle (Foto: Britta Düsterhoff)

Ihren Ursprung haben OER in den USA. 2001 veröffentlichte das Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgewählte Lehr- und Lernmaterialien kostenfrei im Internet („MIT Open-CourseWare“). Seitdem ist weltweit ein großer Pool an frei zugänglichen Materialien für Lehrende und Lernende entstanden. Der Begriff Open Educational Resources (OER) wurde als solcher erstmals auf der UNESCO Konferenz 2002 (Forum in the Impact of OpenCourseWare for Higher Education in Developing Countries) verwendet und hat sich so auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Auffinden lassen sich Materialien mit dem OER-Label durch einfache Voreinstellungen bei der Google Suche und YouTube oder z.B auch über die Plattformen www.oercommons.org und das deutsche Pendant www.OERhörnchen.de. Über die weltweiten Aktivitäten im OER-Bereich informiert die www.oerworldmap.org. Auch auf der MEKOcloud finden sich etliche Methoden und Materialien, v.a. im Bereich frühkindliche Bildung.

Ein Beitrag von Elisa Kuczorra