Frühkindliche Bildung

Bei der frühkindlichen Bildung geht es um die Förderung der geistigen, kulturellen, moralischen und körperlichen Entwicklung von Kindern ab der Geburt bis ins Vorschulalter. Frühkindliche Bildung findet in unterschiedlichen institutionellen Formen statt, wie z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten, Vorschulen, etc. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Darum ist das Thema Medienkompetenz auch schon bei den ganz Kleinen von Bedeutung.

Von der Projektarbeit zur Integration des iPads in den Alltag

Erfahrungsbericht zu dem Projekt „Medien-Kids“ aus dem Kinder- und Familienzentrum Hohentor

Projektstart

Noch vor circa einem Jahr waren wir in unserer Kita zwar mit Tablets ausgestattet, jedoch fehlten uns Anreize diese auch pädagogisch zu nutzen. Durch diese Fortbildung wurden die Anreize geschaffen sich mit diesem doch manchmal auch umstrittenen Thema auseinanderzusetzen. Wie viel, wie wenig Zugang ist sinnvoll, welche Medien fördern den kreativen Umgang, welchen Umgang haben Kinder damit? Forciert man nicht weiter den „sinnlosen“ Umgang damit?

Für mich kann ich nur sagen, Nein!

Projektorientiertes Arbeiten

Durch gezielt gesetzte Projekte wie Trickfilme und Puppentheater erstellen, kreatives Fotografieren mit speziellen Apps etc. wurden die Kinder neugierig auf die Möglichkeiten, die dieses Medium bietet.

Die meisten Angebote waren so geplant, dass mindestens zwei, beim Erstellen von Trickfilmen sogar mehr als sechs Kinder mitarbeiten konnten. Das bedeutete: Austausch und Absprache. Es war eine differenzierte Planung nötig, um mögliche Leerlaufzeiten der Kinder zu überbrücken. Das große Highlight war dann das Vorstellen ihrer Arbeit entweder auf dem Tablet oder über den Beamer. Schon toll zu sehen, wie stolz die Kinder dann sind.

Für mich kann ich nur sagen, die Fortbildung hat sich gelohnt. Allein es geschafft zu haben den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung dieser Medien aufzuzeigen – nicht nur scrollen, sondern bewusst etwas gestalten.

Alltagsintegriertes Arbeiten

Mittlerweile haben die Kinder die Möglichkeit das Tablet auch frei zu nutzen um ihre Erfahrungen mit speziellen Apps zu erweitern. Erstaunlich ist, dass die meisten Kinder es nicht als „Pausenfüller“ nutzen, sondern um sich weiter auszuprobieren. Ehrlich gesagt: Manchmal sind die Kinder bedeutend sicherer im Umgang mit dem Tablet als ich. Sie finden Funktionen, die mir noch gar nicht aufgefallen sind. Wie sagt man so schön: “ Wir lernen voneinander und miteinander “.

Fazit

Ich habe die Fortbildung sehr gerne gemacht, würde sie jederzeit gerne intensivieren, wenn es hierfür Möglichkeiten geben würde. Jeder der Spaß an Medien hat ist hier gut aufgehoben und auch Skeptikerinnen werden ihren Spaß finden. Da bin ich mir sicher.

Autorin: Kornelia Eilers, Kinder- und Familienzentrum Hohentor