Frühkindliche Bildung

Bei der frühkindlichen Bildung geht es um die Förderung der geistigen, kulturellen, moralischen und körperlichen Entwicklung von Kindern ab der Geburt bis ins Vorschulalter. Frühkindliche Bildung findet in unterschiedlichen institutionellen Formen statt, wie z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten, Vorschulen, etc. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Darum ist das Thema Medienkompetenz auch schon bei den ganz Kleinen von Bedeutung.

Projektorientiertes Arbeiten mit dem iPad

Erfahrungsbericht zu dem Projekt „Medien-Kids“ aus dem Kinder- und Familienzentrum Haus Windeck

Über die Einrichtung

Das Kinder- und Familienzentrum Haus Windeck in dem wir arbeiten, befindet sich in Grohn im Ortsteil Vegesack. Das Einzugsgebiet des Kindergartens erstreckt sich über den gesamten Raum Grohn. Durch die Nähe zur Grohner Düne gibt es viele Familien mit Immigrationshintergründen und mit geringem sozioökonomischen Status, aber auch Familien, die schon über Generationen in Alt-Grohn wohnen. Das Kinder- und Familienzentrum Haus Windeck ist eine Schwerpunkteinrichtung für die Förderung von Kindern mit und ohne Förderbedarf und nimmt zurzeit insgesamt 160 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren auf.

Projektorientierte Arbeit mit dem Tablet zum Thema „Eichhörnchen“

Wir arbeiten in der Eichhörnchengruppe projektorientiert. Zu Anfang des Kindergartenjahres bearbeiteten wir das Thema „Eichhörnchen“. Die Kinder hatten sofort eine Idee für eine Geschichte rund um dieses Thema. Sie konnten gelerntes Wissen verarbeiten und in die Geschichte mit einbringen. Nach dem Einsprechen der Geschichte malten die Kinder passende Bilder. In dieser Zeit schnitten wir die eingesprochene Geschichte zusammen, um das Ergebnis noch im selbem Arbeitsprozess präsentieren zu können. Für die Kinder war es eine tolle Erfahrung die fertige Geschichte noch am selben Tag zu hören bzw. den anderen Kindern aus der Gruppe vorzuspielen. Besondern gut ist uns dabei gelungen, dass sich selbst schüchterne Kinder einbringen konnten. Sie wollten vielleicht nichts einsprechen, aber konnten sich durch das Klatschen am Ende oder das Halten vom iPad bei der Aufnahme mit einbringen. Weitere Projekte verliefen nach dem gleichen Schema. Weiterhin nutzen wir das Medium als Dokumentation für die Elternarbeit. Kurze Filme im Alltag aufnehmen, um sie dann als Film bei Elternabenden zu zeigen, ging noch nie so einfach.

Ausblick

Wir konnten uns zu Anfang nicht vorstellen das iPad frei im Gruppenalltag zur Verfügung zu stellen. Aufgrund des Personalmangels und auch fehlenden Räumlichkeiten musste die Arbeit mit dem iPad immer wieder verschoben oder minimiert werden. Umso wichtiger ist es für uns jetzt den Fokus darauf zu legen, das Medium ins Freispiel zu integrieren und es als weiteres Werkzeug im Alltag zu sehen. Dies ist ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und noch lange nicht abgeschlossen ist.

Autoren: Helena Weimer und Michel Garbade