Jugendschutz

Jugendschutz bezeichnet alle rechtlichen Regelungen, die dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gesundheitlichen, sittlichen und sonstigen Gefahren dienen. Ein Schwerpunkt ist hierbei der Schutz vor jugendgefährdenden Medien, so kontrollieren Behörden wie die Bremische Landesmedienanstalt mediale Produkte anhand jugendschutzrechtlicher Normen, um eine Gefährdung Minderjähriger auszuschließen. Mehr zum Thema und Raum zum Diskutieren finden Sie hier.

Netflix legt nach

Quelle: Netflix

Nachdem bereits die Eigenproduktionen „Tote Mädchen lügen nicht“ und „To the Bone“ in diesem Jahr bereits für Kontroversen gesorgt hatten, legt Netflix jetzt nach. Netflix plant einen Film über die Anschläge des Norwegers Anders Behring Breivik. Im Jahr 2011 hatte Breivik bei Anschlägen in Oslo und der Insel Utøya 77 Menschen getötet. Darunter waren viele Kinder und Jugendliche.  Presseberichten nach soll der US-Streamingdienst  Netflix die Produktionsrechte gesichert haben. Die Dreharbeiten unter der Regie vom britischen Regisseur Paul Greengrass sollen noch in diesem Herbst in Norwegen beginnen.

Entsprechend der realen Drehvorlage, dürfte zu erwarten sein, dass auch das neue Projekt von Netflix durch explizite Gewaltdarstellungen und Brutalität auffällt und für Kritik sorgen wird. Unter Aspekten des Jugendschutzes bleibt abzuwarten, ob Netflix mittelfristig seine Bestimmungen für den Jugendschutz, bereits aufgrund der bisherigen Kritik, anpasst und strengere Regelungen einführt.

Für die zweite Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ hat Netflix bereits angekündigt, dass auch zweite Staffel nicht an „düsteren Themen“ sparen wird.