Migration

MEKO-Netzwerktreffen zum Thema „Medien und Migration“

Die Anwesenden hören den Projektvorstellungen zu

Mithilfe von Medien Brücken zwischen Kulturen schlagen und Integration fördern: Darum ging es bei dem MEKO-Netzwerktreffen am 31.8.16. Es wurden fünf Projekte zur Medienarbeit mit Geflüchteten vorgestellt, die bereits in der Region umgesetzt werden. Sie sollen den Neuankömmlingen vor allem bei dem Erlernen der Sprache und dem Erzählen ihrer Geschichten helfen. Außerdem können dabei Kontakte geknüpft und  Medienkompetenz entwickelt werden.

Britta Düsterhoff, Leiterin der makemedia Studios, startete die Präsentationsrunde mit dem Projekt Bremer Szenen. Bei dem vierstündigen Workshop entwickeln Teilnehmer von Vorkursen kurze Videos in deutscher Sprache, die später auf YouTube veröffentlicht werden.

Die Journalistin Viola Falkenberg zeigte danach das von ihr entwickelte Portal www.infopoint-bremen.de, auf dem Informationen zu verschiedenen Medien und wichtigen Anlaufstellen für Geflüchtete zu finden sind. Die NutzerInnen können zurzeit zwischen den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch wählen.

Paula Cortes und Hermann Böhm von Creaclic präsentierten beim Netzwerktreffen gleich zwei Projekte. Zum einen wurde der Film Neue Liebe vorgestellt, der die Geschichten verschiedener junger Flüchtlinge, die nun in Cuxhaven leben, erzählt. Zum anderen soll bei dem Projekt Flucht und Piraterie durch Rollenspiele und eine Stadtrallye das Fluchterlebnis nachempfunden werden.

Britta Schmedemann, von der Stadtbibliothek Bremen zeigte beim Treffen die große Bandbreite an interkulturellen Angeboten auf. Besonders wichtig seien dabei das Erlernen der Sprache, die Integration und die Unterstützung bei der Freizeitgestaltung.

Eckhardt Kreye, Mitarbeiter des LIS und Gründer des Vereins Partner über Grenzen e.V. präsentierte das Projekt Out of the Box, bei dem ein crossmediales Theaterstück mit filmischen Elementen entstand. Ein weiteres Projekt ist Life Back Home, ein Film-Workshop mit deutschen und geflüchteten Jugendlichen.

Am Ende sind sich alle Anwesenden einig, dass an Projekten mit Geflüchteten ein großes Interesse besteht und die gemeinsame Arbeit mit Medien allen große Freude bereitet. Die größte Schwierigkeit sei dabei die Kommunikation, weshalb für Projekte mit Geflüchteten mehr Zeit eingeplant werden müsse.

 

Interview mit Paulina Cortes

Interview mit Paulina Cortes

Radio-Beitrag von Radio Weser.TV