Social Media

Facebook, Twitter, Wikipedia, YouTube etc. sind heute allgegenwärtig. Informationen werden über die sozialen Medien verbreitet und die digitalen Plattformen erleichtern die Kommunikation zwischen einzelnen und mehreren Personen. Selbst aktiv werden und Inhalte gestalten ist das Ziel sozialer Medien. Hierfür bedarf es allerdings bestimmter Kompetenzen. Mehr über das Thema erfahren Sie hier.

And the winner is … ichMOOC

Das ichMOOC Team bei der OERaward Preisverleihung.

Warum der ichMOOC den OERaward gewinnen konnte

3 Minuten Lesezeit von Nina Oberländer

Ein roter Teppich. Wie bei den Oscars. Ein tolles Gefühl, darüber zur Preisverleihung zu gehen. Wir wissen noch nicht, wer in der Kategorie „Erwachsenbildung“ den Preis bekommt. Genau wie bei den Oscars wird der Umschlag gleich geöffnet werden und es wird heißen „And the winner is …“.

Nominiert sind in dieser Kategorie zwei weitere Projekte und der ichMOOC. Ein guter Moment, um an den ersten Zündfunken des Projektes 2013 zu denken. Und an die Grundlage, die es dem Projekt erlaubt hat, so erfolgreich zu sein. Drei Bildungsinstitutionen treffen sich, und das nicht nur über Bildungsinstitutionsgrenzen hinweg: Bremer Volkshochschule, Hamburger Volkshochschule und Lübecker Fachhochschule. Auch die Grenze, die gerne zwischen Erwachsenen- und Hochschulbildung gezogen wird, überwindet dieses Projekt. Das Format ist ein mutiges Experiment: Es richtet sich als Online-Angebot an “nicht so geübte” Onliner. Digital literacy oder digitale Grundbildung ist unser Anliegen. Deswegen mischen wir ganz verschiedene Methoden von Video-Übungen über Online-Gruppen zum Austauschen bis hin zu Präsenzangeboten an mehr als 30 Standorten.

Dieses Projekt konnten wir nur realisieren, weil die Leiter*innen der drei Bildungseinrichtungen bereit waren zu investieren in ein Format, welches noch so neu ist, dass ein Geschäftsmodell dafür noch von den meisten gesucht wird. Die Welt dreht sich im Moment so viel schneller, als die Bildungsformate sich entwickeln können. Wikipedia hat den Brockhaus abgelöst und das Youtube-Tutorial macht Lehrer*innen Konkurrenz. Um auch in dieser Welt vorzukommen, braucht es eine neue Haltung von Erwachsenenbildnern. Der ichMOOC war ein Pilotprojekt, wie dies aussehen könnte.

Ein Kern der Zukunft von Bildung werden die Offenen Bildungsmaterialien sein – kurz OER. In einer Welt, in der sich die Menge der Information all 5 bis 12 Jahre verdoppeln, können wir nicht so schnell Bücher ändern und drucken, wie es nötig sein wird, um die Inhalte auf den aktuellen Stand zu bringen. Wir brauchen deswegen fluide Materialien und die Intelligenz der Menge, um die Information, die wir als Grundlage für die Lernbegleitung benötigen, immer wieder zu prüfen und anzupassen. Um zwei R der fünf Rs (verlinken Podcast) von OER zu nennen: revise und rework. Schon jetzt tauschen viele Lehrer*innen Material aus, adaptieren es und geben es an Kolleg*innen weiter. Dies wird in Zukunft in größerem Rahmen passieren und vor allem online.

Der OERaward will die Wichtigkeit von OER für die Zukunft unterstreichen und das Thema in alle Bildungsbereiche tragen. In diesem Sinne bringt auch das OERfestival, auf dem die Verleihung stattfand, Akteur*innen zusammen, die den Gedanken mit in ihre Bildungshäuser tragen und so das Thema langsam, aber sicher in der Lernlandschaft verbreiten.

Zurück zur Verleihung: Auf der Bühne stehen die Laudatorinnen für den Preis in der Kategorie „Erwachsenenbildung“ und öffnen langsam mit Blick ins Publikum den Umschlag. „And the winner is … Mein digitales Ich“. Es ist wirklich eine Freude, mit so einem bereichernden Projekt auch einen Preis zu gewinnen und diesen mit nach Bremen bringen zu dürfen.

Ich schließe mit dem Aufruf: Nutzt die ichMOOC-Videos für eure Lernformate. Wir von der Bremer Volkshochschule setzen sie als Lernmaterial ein: Wir haben sie in bestehende Kurse integriert, haben einen Bildungsurlaub um die Videos herum konzipiert und nutzen sie als ergänzendes Online-Material. Über Fragen und Rückmeldungen, wie ihr die Videos einsetzen könnt, freue ich mich.

(Dieser Text ist lizenziert unter CC by SA 4.0)