Außerschulische Bildung

Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der in vielen Zusammenhängen stattfindet. Gerade im außerschulischen Bereich wie z.B. in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportvereinen, Kultureinrichtungen und Jugendverbänden erlernen Kinder und Jugendliche soziale sowie kulturelle Kompetenzen. Aber auch für Erwachsene gibt es ein vielseitiges Angebot an Bildungsmöglichkeiten. Was das Land Bremen zum Thema Medienbildung im außerschulischen Bereich bewegt, erfahren Sie hier.

Blended-Learning für MultiplikatorInnen der Jugendarbeit. Expedition ins “Neuland”

Bericht von der Expedition ins Neuland 2014. (Von März bis April 2015 fand auch eine Expedion statt)

Das Internet ist nicht nur einfach ein Medium, sondern ein wichtiger Sozialraum für Jugendliche: Sie flanieren dort von Ort zu Ort, schauen sich um und lassen sich eben mal sehen. Fast 3 Stunden dauert dieser tägliche Ausflug der 12-19-Jährigen laut aktueller JIM-Studie. Erziehende sehen das Internet meist mit anderen Augen – deshalb haben wir 20 MultiplikatorInnen der Jugendarbeit aus BZwischenablage02remen, Niedersachsen, Hessen und Bayern auf eine Entdeckungsreise eingeladen, um ihren Blickwinkel auf den digitalen Teil der jugendlichen Lebenswelt zu erweitern.

Vor dem Start der gemeinsamen Reise durchs Netz, hat sich die Lerngruppe im Rahmen einer Auftaktveranstaltung persönlich kennen gelernt. Dies war nicht der erste E-Learning-Kurs des ServiceBureaus und wir wissen, wie hilfreich der gegenseitige persönliche Eindruck für die spätere Kommunikation im Netz ist. Danach begann die Reise durchs Netz, gemeinsames „Basislager“ war unser geschlossener Lernraum auf moodle.jugendinfo.de, dort wurde folgend 5 Wochen lang jeden Freitag ein neues Modul – bestehend aus verschiedenen Materialien und Aufgaben – freigeschaltet.

Die TeilnehmerInnen begaben sich selbstständig und jeder in seinem Tempo auf die Reise. Sie erkundeten unter anderem den Sozialraum You- Tube, verglichen ihre eigene Medienkindheit mit der heutigen, beschäftigten sich mit Phänomenen wie Selfi es und Sexting und lernten hilfreiche digitale Werkzeuge für ihre praktische pädagogische Tätigkeit kennen.

Natürlich war auch Interaktion gewünscht, neben Foren, die einen regelmäßigen Austausch ermöglichten, gab es die eine oder andere Aufgabe gemeinsam zu erledigen. Wir können versichern: Niemand ist während des Kurses allein vor dem Rechner versauert.

Die Methode E-Learning ermöglicht erst eine solch umfangreiche Fortbildung, im Rahmen einer Präsenzveranstaltung wäre eine intensive Auseinandersetzung mit diesem breiten Themenfeld nicht möglich gewesen. Die TeilnehmerInnen waren gefordert, sich selbst in der jugendlichen Medienwelt zu bewegen und konnten so Eindrücke aus erster Hand sammeln.

Beeindruckt hat uns, dass während der Online-Beschäftigung mit dem Thema auch offl ine Gesprächsbedarf entstanden ist: Die Teilnehmenden haben parallel zu ihren Kursaktivitäten Diskussionen im KollegInnenkreis und mit Jugendlichen geführt. Damit haben wir ein wesentliches Ziel erreicht, nämlich MultiplikatorInnen und junge Menschen ins Gespräch über Medien zu bringen.

Ein paar Rückmeldungen der KursteilnehmerInnen in unserem Abschlussforum:

“Zunächst einmal vielen Dank – ich fand die Zusammenstellung der Themen und Materialien sehr aufschlussreich und interessant. Von der Auftaktveranstaltung bis jetzt war es eine interessante Reise – mit dem Medienland der Jugendlichen habe ich mich vorher noch nicht so intensiv beschäftigt (…) Für mich noch offen ist die Balance zwischen Empowerment und Grenzen ziehen im Umgang der digitalen Medien, sowie der wachsenden digitalen Kluft in der Nutzung digitaler Medien. Aber diese Fragen werden uns sicher noch länger begleiten.”

“Der Kurs hat mich ein Stück weitergebracht, mir in Bezug auf digitale Medien einen Standpunkt zu erarbeiten. Obwohl ich mich schon länger damit auseinandersetze, habe ich auf einige Fragen noch keine abschließenden Antworten gefunden (…) Hier werde ich weiter dran bleiben…”

“Für mich war der Kurs sehr gut. Interessante Webanwendungen, Texte und Videos haben mir gut gefallen. Die fehlende persönlich Präsenz hat natürlich Nachteile aber auch Vorteile. So hatte ich überhaupt die Möglichkeit an diesem Kurs teilzunehmen – sonst hätte ich es zeitlich nicht geschafft.”

“Ich fand den Kurs unheimlich spannend und bereichernd. Ich hätte gerne noch ein paar Wochen weitergemacht. Man kann neben dem Beruf sicherlich nicht jede Woche Zeit für einen Blended-Learning-Kurs abzweigen. Aber eine extra Woche z.B. nur über Spiele wäre nicht schlecht gewesen. Vielleicht gibt es eine Folgeveranstaltung, quasi als 2. Expedition ins Neuland?”

“Ich fand den Kurs sehr spannend. Die Portionierung in wöchentliche Aufgaben war motivierend und bereichernd.”

“Die Tatsache, dass es den Kurs virtuell gab und unzeitgleich bearbeitet werden konnte, machte es mir überhaupt möglich daran teilzunehmen. Die knapp 600 km einfach hätten mich dann doch etwas abgeschreckt :-) Schon mit Motivation und Eigeninteresse musste ich mich immer wieder selbst disziplinieren (…) Aber es hat sich gelohnt. Danke nochmal an dieser Stelle. An Neuland reloaded hätte ich dann auch Interesse. An Themen mangelt es ja sicher nicht. Ich fand es auch toll, dass ihr Themen ausgewählt habt, die ich nicht auf dem Schirm hatte (z.B. Youtube). So wird die eigene Medienlandkarte immer größer und genauer :-)”

“Ich fand den Kurs auch klasse. Gerade weil man sich die Zeit fl exibel einteilen konnte, hat es viel Spaß gemacht. Die Zeit ging meines Erachtens sehr schnell rum und ich kann mir durchaus vorstellen bei einem zweiten Teil wieder dabei zu sein.”

ServiceBureau Jugendinformation (Sabine Heimann und Markus Gerstmann) in Kooperation mit der Bremischen Landesmedienanstalt.
Expedition ins Neuland Bericht 2014

Wir hoffen, dass wir im Frühjahr 2016 wieder einen Kurs durchführen können. Falls Sie Interesse haben melden sie sich bitte einfach medien@jugendinfo.de. Danke