Frühkindliche Bildung

Bei der frühkindlichen Bildung geht es um die Förderung der geistigen, kulturellen, moralischen und körperlichen Entwicklung von Kindern ab der Geburt bis ins Vorschulalter. Frühkindliche Bildung findet in unterschiedlichen institutionellen Formen statt, wie z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten, Vorschulen, etc. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Darum ist das Thema Medienkompetenz auch schon bei den ganz Kleinen von Bedeutung.

Auftaktveranstaltung Medien Kids 2

Das Programm Medien-Kids geht in die zweite Runde. Nach dem großen Erfolg des ersten Durchlaufs, haben sich am 25.02.19 zehn neue Kitas zusammen mit den Organisatoren von der Bremischen Landesmedienanstalt und Blickwechsel in der Stadtbibliothek zum feierlichen Auftakt von „Medien-Kids 2“ getroffen. Mit dabei waren außerdem die ErzieherInnen der Kitas aus dem letzten Jahr, die ihre Stände im Gepäck hatten.

Das Programm Medien Kids wurde erstmals 2017 ins Leben gerufen und unterstützt Kitas aus Bremen und Bremerhaven bei der Einbindung von Medien in den Kita-Alltag. Ziel ist dabei, medienpädagogisches Basiswissen zu vermitteln, um eine alltagsintegrierte Mediennutzung in der Kita zu ermöglichen. Im Vordergrund steht konkret der Umgang mit dem Tablet, welches als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel, als kreatives Werkzeug auch zu Dokuemtationszwecken zum Einsatz kommen soll. Die Bremische Landesmedienanstalt ermöglichte jetzt die zweite Runde, in der Kita-Leitungen und ErzieherInnen ein Jahr lang fortgebildet und gecoacht werden. Elternabende und eine Basisausstattung runden das Programm Medien Kids ab.

v.l.n.r. Susanne Roboom, Blickwechsel e.V., Christian Kuhlmann, Stadtbibliothek, Dr. Claudia Bogedan, Bildungssenatorin Bremen, Cornelia Holsten, Direktorin der (bre(ma, Edina Medra, (bre(ma; Foto: Birgit Kausch

Gestartet wurde der Auftakt am 25. Februar mit den herzlichen Worten von Edina Medra, Referentin für Medienkompetenz, von der (bre(ma. Sie betreute auch schon das erste Projekt und freut sich nun umso mehr mit den neuen Kitas in die zweite Runde zu starten. Das Mikrofon wanderte schnell weiter an Christian Kuhlmann, dem kaufmännischen Leiter der Stadtbibliothek Bremen. Auch er wünschte den Kitas viel Erfolg für das kommende Jahr und betonte die wichtige Stellung, die die Förderung der Medienkompetenz im frühkindlichen Alter hat. Die Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen Dr. Claudia Bogedan kam kurz darauf zu einem ähnlichen Schluss. Zwar wurde erst jetzt mit dem Digitalpakt Unterstützung zur Medienkompetenzbildung beschlossen, davon profitieren aber leider nur Schulen. Umso wichtiger seien Projekte wie diese, die die Kinder einen ersten Blick in digitale Lebenswelten werfen lassen. Abschließend begrüßte die Direktorin der (bre(ma Cornelia Holsten alle Teilnehmer und wünschte ihnen viel Erfolg und vor allem viel Spaß für das kommende Jahr. Auch sie sieht die Notwendigkeit von Projekten wie „Medien-Kids“, denn Medien beeinflussen den Kita-Alltag genauso wie eben auch alle anderen Lebensbereiche. Alle Anwesenden sind sich also einig:

Medienkompetenzbildung darf nicht vernachlässigt werden und sollte nicht zu spät beginnen. Und mit „Medien-Kids 2“ sind alle auf einem guten Weg dahin.

Benjamin Wockenfuß, DigiKids; Foto: Birgit Kausch

Nach den Begrüßungen wurde Benjamin Wockenfuß auf die Bühne gebeten. Er ist Suchttherapeut, Projektleiter von DigiKids (www.digikids.online) und gibt in diesem Rahmen Workshops (www.digikids.online/workshops) für Kinder und Erwachsene in denen es vorranging um das Thema Medienkompetenz und Medienerziehung geht. Seine Erfahrungen und sein Wissen konnte er dann in einem Impulsvortrag mit allen Teilnehmern und Gästen teilen. Immer wieder betont hat er dabei, dass Medien als Werkzeuge verstanden werden müssen und nicht mystifiziert, aber auch nicht glorifiziert werden dürften. Daneben gab es aber auch konkrete Tipps. Zum Beispiel sollte man die Mediennutzung nie einfach abbrechen, sondern muss den Kinder Raum geben sich von ihrer Rolle zu lösen und ihnen zeigen, dass das Beenden einer App oder eines Spiels auch zur Mediennutzung dazu gehört. Die vollständige Präsentation finden Sie HIER zum Nachgucken, HIER zum Nachhören und in diesem Blogartikel zum Nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern!

Foto: Birgit Kausch

Anschließend gab es für alle eine kleine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen und die Anwesenden konnten sich in lockerer Atmosphäre untereinander austauschen. Alle aktuellen Teilnehmer hatten jetzt auch die Möglichkeit sich von den Ergebnissen der Kitas, die in Runde eins teilgenommen haben, inspirieren zu lassen. Dazu haben viele Kitas aus dem ersten Durchlauf Stände aufgebaut. Neben diesen Ständen hatten auch der Verein Blickwechsel e.V. und die Bremische Landesmedienanstalt jeweils einen Stand an dem sich die Teilnehmer und Gäste mit Info-Broschüren und pädagogischen Material eindecken und sich mit den Projektleitern und Begleitern austauschen konnten.

v.l.n.r. Gisa Grodde (Brema), Susanne Roboom (Blickwechsel); Foto: Birgit Kausch

Gegen Ende haben sich dann die Coaches und Projektleiter vorgestellt. Susanne Roboom vom Blickwechsel e.V. und Gisa Grodde von der (bre(ma werden die Kitas im folgenden Jahr als Coaches betreuen. Konkret bedeutet das, dass im März und im September 2019 Fortbildungen für die ErzieherInnen geben wird, die von Blickwechsel e.V. durchgeführt werden. Daneben gibt es aber auch in der Praxisphase vom März 2019 bis Februar 2020 zwei Austauschtreffen mit allen ErzieherInnen und ein Austauschtreffen mit den LeiterInnen der teilnehmenden Kitas. Zusätzlich dazu wird mindestens ein Eltern-Abend organisiert, bei dem es um familiäre Medienerziehung und die Zusammenarbeit mit den Eltern gehen wird. Besonders wichtig ist, dass die Kitas ihren gesamten Entwicklungsprozess dokumentieren, damit im März 2020 jede Kita auf der Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse aus der Praxisphase präsentieren kann.

Auch Edina Medra ist nochmal als Projektleiterin zu Wort gekommen und hat die Projektteilnehmer auf das kommende Jahr und die Abschlussveranstaltung im März 2020 eingestimmt. Der nächste große Schritt wird die Übergabe der Medienpakete, bestehend aus Tablet, Hülle und Peripheriegeräten sein, mit denen die Kitas letztendlich arbeiten werden. Diese Pakete gehen nach erfolgreichem Abschluss des Programms in den Besitz der teilnehmenden Kita über. An dieser Stelle bedankten sich alle Organisatoren bei der Sparkassen Stiftung, dem Rotary Club Bremen- Böttcherstraße und dem Förderverein Medienpädagogik e.V., die diese Pakete durch ihre Spenden erst ermöglicht haben. Zum Schluss haben sich noch mal alle Teilnehmer in der wunderschönen Bremer Sonne vor der Stadtbibliothek versammelt, um das Projekt „Medien Kids 2“ mit einem Gruppenfoto feierlich einzuläuten.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass sich die (bre(ma auf das Engagement der teilnehmenden Kitas im kommenden Jahr jetzt schon freut und allen Teilnehmern viel Erfolg wünscht!