Frühkindliche Bildung

Bei der frühkindlichen Bildung geht es um die Förderung der geistigen, kulturellen, moralischen und körperlichen Entwicklung von Kindern ab der Geburt bis ins Vorschulalter. Frühkindliche Bildung findet in unterschiedlichen institutionellen Formen statt, wie z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten, Vorschulen, etc. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Darum ist das Thema Medienkompetenz auch schon bei den ganz Kleinen von Bedeutung.

App-Empfehlungen für das iPad

Erfahrungsbericht zum Projekt „Medien-Kids“ aus dem Kindergarten Borgfeld

Projektumsetzung

Im Oktober haben wir uns auf den Weg gemacht, digitale Medien in unsere Kita zu bringen. Es begann mit einer Auftaktveranstaltung, in der wir unser Medienpaket erhielten (u.a. iPad, Beamer, Lautsprecher, Stativ, …) und einer dreitägigen Fortbildung in der Stadtbibliothek Bremen. Anschließend machten wir uns motiviert mit unseren IPads an die Arbeit. Als Einstieg begannen wir damit, den Kindern das IPad zu erklären und einige wichtige Regeln aufzustellen. So durften die Kinder bei unserem Medienangebot nicht trinken und essen und das IPad nicht aus der Schutzhülle nehmen. Die Kinder begannen Fotos zu machen und kleine Videos zu drehen. Daraufhin gestalteten wir einige Fotorätsel mit der App „Book Creator“. Wir erstellten eine „Medienecke“ zur Dokumentation und Information für Kinder und Eltern. Die Kinder nahmen unser neues Medienangebot gerne an und hatten großes Interesse daran, möglichst viele Apps auszuprobieren und kennenzulernen. Besonders gefiel ihnen, Trickfilme mit „iMotion Pro“ zu erstellen. Uns ist dabei aufgefallen, dass man möglichst viele Fotos (mind. drei) pro Einstellung machen muss und auf jeden Fall ein Stativ braucht, damit es ein besseres Ergebnis gibt. Zudem fiel uns auf, dass ein IPad oft zu wenig war. Die Kinder brauchten Aufgaben, um nicht das Interesse zu verlieren und kein Leerlauf entstand. Wir mussten darauf achten, dass nur max. acht Kinder am Angebot teilnahmen. Dies ist im Kita Alltag oft schwierig, bedingt z.B.  durch den Personalmangel. Auch spielte der Zeitfaktor eine große Rolle, je nach Angebot dauerte eine Sequenz zwischen 30 und 60 Minuten.

Einbeziehung der Eltern

Zu empfehlen war auf jeden Fall die Durchführung eines Medien-Elternabends gemeinsam mit dem Verein „Blickwechsel“. Dadurch wurden bei den Eltern Ängste abgebaut und Interesse für dieses Projekt entfacht. Unsere Eltern waren dankbar für die Anregungen und Informationen zu diesem Thema. Bei unserem Eltern-Kind – Nachmittag konnten die Kinder somit direkt ihre Ergebnisse zeigen und erklären und im Anschluss gemeinsam mit ihren Eltern einige Apps an Stationen ausprobieren.

 

App-Empfehlungen

Besonders gut gefielen uns folgende Apps:

Garage Band: Mit dieser App erstellten wir gemeinsam mit den Kindern anhand einfacher W–Fragen mehrere Hörspiele. Man muss dabei beachten, dass man Zeit zum Schneiden braucht. Das Ergebnis sollte zeitnah den Kindern präsentiert werden.

ChatterKid: Anhand dieser App konnten die Kinder Gegenstände zum Leben erwecken.

iMotion Pro / iMovie: Trickfilme/Filme erstellen und mit eigener Musik und Blenden untermalen.

Fazit:

Wir haben viele neue Dinge entdeckt und ausprobiert, worüber wir sehr dankbar sind. Die Kinder bekamen neue Möglichkeiten, ihre Kreativität und Fantasie auszuleben und es gab viele Gelegenheiten mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und somit Sprachanlässe zu schaffen.

Autorinnen: Lisa Weber und Almuth Grond, Kindergarten Borgfeld