Trends/Phänomene

Fake Welt Internet?

Das Feedback der ersten Teilnehmenden fiel positiv aus

Was ist im Internet real, was ist gefälscht? Wir leben in Zeiten des Informationsüberflusses, in denen es keine leichte Aufgabe ist, das herauszufinden. Tagtäglich werden wir online mit Falschmeldungen, manipulierten Fotos und Videos sowie einer überspitzten Selbstinszenierung konfrontiert.

Recherchieren und Reflektieren

In einem fünfstündigen Workshop haben wir, zwei Studentinnen der Universität Bremen, uns mit SchülerInnen einer achten Klasse der Oberschule Julius-Brecht-Allee damit auseinandergesetzt, was im Internet alles Fake sein kann. Nachdem ein Fake News Quiz die Jugendlichen an die Thematik heranführte, verfassten sie selbst gefälschte Nachrichten und überprüften anschließend Meldungen im Hinblick auf ihre Seriosität. Was sind typische Anzeichen für Fake News und worauf muss ich bei Online-Nachrichten achten?

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Workshops war die Selbstinszenierung in sozialen Netzwerken. Die SchülerInnen machten zu bestimmten Themen Fotos und erlebten die Reaktionen ihrer Facebook-Freunde auf diese nicht wie sonst in der virtuellen Welt, sondern face-to-face. Influencer und Stars beherrschen die Selbstinszenierung bei Instagram und Co perfekt. Doch auch wir rücken uns online gerne in das beste Licht und eifern manchmal Trends nach. Ein offener Austausch regte die Selbstreflexion der Jugendlichen an.

Das steckt dahinter

Die Sensibilisierung über die eigene Darstellung im Internet und die Erkenntnis, auch online nicht alles glauben zu können, sind wichtige Bestandteile der Medienkompetenz-Vermittlung. Der Workshop lebte von verschiedenen, kreativen Gruppenarbeiten und der aktiven Mitarbeit der SchülerInnen. Das medienpädagogische Konzept hierfür haben wir in einem Seminar an der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der (bre(ma selbst erarbeitet. Während des Vormittags begegneten wir den Jugendlichen im Sinne des Peer-to-Peer-Konzepts auf Augenhöhe, indem wir auch über unsere eigene Nutzung sprachen.

Auch in Zukunft kann der Workshop entweder fünfstündig oder in verkürzter Version mit einem Themenschwerpunkt (Fake News oder Selbstinszenierung) gebucht werden. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Katharina Heitmann unter heitmann@bremische-landesmedienanstalt.de.

Tamira Mühlhausen und Maren Schwartz