Cybermobbing

Wilde Buehne hat mit Netzspannung am 14. Juni Premiere

Netzspannung ist 2016 von der Bremischen Landesmedienanstalt mit dem Medienkompetenzpreis „Das Ruder“ ausgezeichnet worden

In dem interaktiven Theaterstück „Netzspannung“ wird in mehreren kurzen Geschichten dargestellt, dass die digitale Welt für Mia, Nico, Lukas, Esma und Milan auf unterschiedliche Weise zur realen Bedrohung geworden ist. Von Mia kursieren Nacktfotos im Internet. Milan sucht den Kick, indem er sich mit seinen Freunden Gewaltvideos anschaut. Bei Online-Glücksspielen und Sportwetten erlebt Nico ein Wechselbad von Gefühlen. Lukas wird von seinen MitschülerInnen in den „sozialen Netzwerken“ beleidigt. Esma ist immer online. Offline erlebt sie als Ausnahmezustand. Sie kann nicht mehr abschalten.

Für Jugendliche laufen „Netz-Erfahrungen“ mit gezielten Gerüchten, Cybermobbing, Glücksspiel- und Internetsucht meist ins Leere, die Deeskalationsräume der realen Welt sind nicht mehr zugänglich. Ihnen fehlt häufig der Mut mit Vertrauenspersonen darüber zu sprechen. Eltern und LehrerInnen sind entsetzt und fühlen sich von der Anonymität des Geschehens überfordert. Die Chancen einer offenen Kommunikation im allgegenwärtigen Internet werden ohne offensive Angebote zur Förderung einer Medienkompetenz zu einem Bumerang.

Das Theaterstück richtet sich an junge Menschen von 12 bis 21 Jahren. Je nach Anmeldungen werden Geschichten ausgewählt, die für die Altersgruppe angemessen sind. Das interaktive Format des Stücks bietet den TeilnehmerInnen die Gelegenheit, Erfahrungen austauschen, situationsbezogene Perspektiven auf der Bühne auszuprobieren und auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.